bruce_landscape_with_poppies_rgb___art_gallery_of_ontario_-_webseite.jpg

Uhr

Erfahren Sie mehr über die Entwicklung der Kanadischen Landschaftsmalerei und kanadische Kunstgeschichte. Vortrag im Rahmen der Ausstellung „In einem neuen Licht. Kanada und der Impressionismus" der Kunsthalle München.
Eintritt frei.

Natur pur? Die Erfindung der Kanadischen Landschaftsmalerei

Vortrag / Eintritt frei

 

Wälder und Seen, unendliche Weiten und vor allem eine unberührte Natur prägen die Vorstellung von Kanada bis heute.

Dabei geht die Idee von einer naturbelassenen, ursprünglichen Landschaft auf eine romantische Idee des 19. Jahrhunderts zurück, die in der Folge indentitätsstiftend wirken sollte. Natur und Nation sind spätestens seit der Gründung des Nationalstaates Kanada (1867) untrennbar miteinander verbunden, was sich vor allem in der Landschaftsmalerei des 19. und 20. Jahrunderts widerspiegelt.

Dieser Vortrag stellt die Entwicklung von Kanadas Landschaftsmalerei von Beginn des 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts schlaglichtartig dar und stellt kanadische Kunstgeschichte aus einer internationalen Perspektive vor.

Fragen der Mobilität innerhalb Kanadas im 19. Jahrhundert sind dabei genauso von Bedeutung wie die Reisen kanadischer Künstler ins Ausland zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Neuere kunsthistorische Forschungen wie sie derzeit in der Kunsthalle München mit der Ausstellung In einem neuen Licht: Kanada und der Impressionismus präsentiert werden, stellen Kanadische Landschaftsmalerei in den internationalen Kontext und zeigen europäische Einflüsse auf die kanadische Moderne nicht ohne die ganz eigene Ausdrucksweise kanadischer Kunst anzuerkennen – und das ganz abseits der Klischees von Kanadas „Wildnis“.


Neben einem allgemeinen Überblick über die Geschichte der kanadischen Landschaftsmalerei werden in diesem Vortrag in näheren Betrachtungen augewählter Arbeiten Fragen zu Geschlechterrollen, gesellschaftlichem Kontext und Kanadas kolonialem Erbe eingehender verhandelt werden.

Elisabeth Otto, M.A,. ist Dozentin für Kunstgeschichte und Museumskunde an der Université de Montréal. Sie schließt gerade ihre Dissertation über Künstlerinnen der Klassischen Moderne in einer transnationalen Perspektive an der Université de Montréal (Art Histories of Unlearning: Emily Carr (1871-1945) and Gabriele Münter (1877-1962)) ab. In den letzten Jahren publizierte sie zu zeitgenössischer indigener kanadischer Kunst genauso wie zu Themen der Exil-Forschung.

Diese Veranstaltung wird angeboten im Rahmen der Ausstellung In einem neuen Licht. Kanada und der Impressionismus, die bis 17. November 2019 in der Kunsthalle München gezeigt wird.

Veranstalter: Kunsthalle München. Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Bayerisches Amerikahaus.

Bitte beachten Sie, dass bei unseren Veranstaltungen fotografiert und/oder gefilmt und ausgewähltes Bildmaterial im Internet, in der Presse oder in einer unserer Publikationen veröffentlicht wird.


(Foto: William Blair Bruce, Landschaft mit Mohnblumen, 1887, Öl/Lw., 27,3 × 33,8 cm, Foto © Art Gallery of Ontario 77/42)