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Diese Veranstaltung findet virtuell auf YouTube und vor Ort im Amerikahaus statt. Für eine persönliche Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich. 

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Henry Kissinger. Wächter des Imperiums

Buchvorstellung und Gespräch (vor Ort und digital)

Wichtiger Hinweis: 

Die Veranstaltung findet als hybrides Event - virtuell und vor Ort im Amerikahaus - statt.

 

Hier geht es zum YouTube-LivestreamFür den Livestream ist keine Anmeldung erforderlich.

 

Für eine persönliche Teilnahme an der Veranstaltung im Amerikahaus ist aufgrund von COVID-19-Auflagen und begrenzter Kapazität eine Anmeldung zwingend erforderlich unter:

https://www.xing-events.com/greiner

 

 

Dieses Event ist Teil unserer Veranstaltungsreihe zu den US-Wahlen 2020

 

 

Henry Kissinger, ein Scheinriese, der immer kleiner wird, je näher man ihm kommt. Auf diesen Nenner lässt sich sein politisches Denken und Handeln bringen. Zugleich verstand er es, sich zur Marke in Übergröße zu machen, egal, ob als Sicherheitsberater zweier amerikanischer Präsidenten, als Außenminister, Elder Statesman, Bestsellerautor, Politikberater oder Orakel. Sich immer im Gespräch zu halten, war und ist Kissingers größter Erfolg. Gestützt auf eine Vielzahl unbekannter Quellen, rekonstruiert Bernd Greiner das Leben eines Mannes, der für die Macht lebte und in die Geschichte eingehen wollte – mit allen Mitteln und um fast jeden Preis.

 

Der Riese taumelte. Amerika führte einen Krieg, der nicht zu gewinnen war, seine Wirtschaft lebte auf Pump, mächtige Konkurrenten machten seinen Führungsanspruch streitig, die politische Elite war zerstritten wie selten zuvor. Ratlosigkeit und Zeitdiagnose im Panikmodus, wohin man auch blickte. Was macht eine Weltmacht, wenn ihr die Macht entgleitet? Wo war Amerikas Platz in einer multipolaren Welt? Welche Rolle sollten Militär und Diplomatie künftig spielen? War es ratsam, sich dem Wandel entgegenzustellen, ihn gar auf halten zu wollen? Oder musste von Grund auf neu über Ordnung und Sicherheit nachgedacht werden? Als diese Fragen Ende der 1960er Jahre auf die Tagesordnung drängten, betrat Henry Kissinger die große Bühne. In jungen Jahren vor den Nazis geflohen, schrieb er in der neuen Heimat eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Für die einen ist er unwiderstehlich, für andere unausstehlich und für alle unvermeidlich. Noch heute ist Kissinger aktuell – auf verstörende Weise und in jedem Fall anders, als er es selbst gerne hätte. Denn er wollte Grenzen verschieben, die nicht mehr zu verschieben waren. Im Grunde spiegelt seine Karriere ein Dauerproblem amerikanischer Außenpolitik und die Antiquiertheit ihrer bevorzugten Leitideen: Vorherrschaft, Wille zur Gewalt, Mehrung eigener Macht durch die Angst der anderen.

 

 

Dr. Bernd Greiner ist Gründungsdirektor und Mitarbeiter des Berliner Kollegs Kalter Krieg. Er lehrte Außereuropäische Geschichte an der Universität Hamburg und leitete bis 2014 den Arbeitsbereich Geschichte und Theorie der Gewalt am Hamburger Institut für Sozialforschung.

 

Im Gespräch mit Dr. Franziska Augstein. Franziska Augstein studierte Geschichte, Politologie und Philosophie in Berlin, Bielefeld und an der University of Sussex. Seit 2001 schreibt sie für die Süddeutsche Zeitung.

 

Das Buch Henry Kissinger. Wächter des Imperiums ist am 17. September 2020 beim Verlag C.H. Beck erschienen.

 

 

Hinweis:

Im Anschluss an den Vortrag haben Sie die Gelegenheit, direkt online eine Frage an Bernd Greiner zu stellen. Gerne können Sie uns diese auch schon vorab per E-Mail an event@amerikahaus.de schicken - im Betreff bitte "Frage an Bernd Greiner" angeben.

 

 

Veranstalter: Stiftung Bayerisches Amerikahaus

Mit freundlicher Unterstützung des Verlags C.H. Beck

 

 

Kontakt: Dominik Raabe, Joanna King 

 

 

 

(Foto: Buchcover Henry Kissinger. Wächter des Imperiums © Amerikahaus München)

Bitte beachten Sie, dass bei allen unseren Veranstaltungen fotografiert und/oder gefilmt und ausgewähltes Bildmaterial im Internet, in der Presse oder in einer unserer Publikationen veröffentlicht wird. 

 

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