2019-11-22_blockchain_techcamp_michael_reuter__datarella___amerikahaus_muenchen.jpg

Blockchain TechCamp für Studierende aus ganz Bayern voller Erfolg

Eindrücke vom Blockchain TechCamp finden Sie im Video.

 

 

Das Blockchain TechCamp

Am Freitag, 22. November 2019, startete das TechCamp zum Thema Blockchain, das wir gemeinsam mit der acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und dem US-Generalkonsulat München zum ersten Mal veranstalteten.

 

Insgesamt 18 Studierende von bayerischen Universitäten und Hochschulen hatten den Bewerbungsprozess zum TechCamp erfolgreich durchlaufen. Eine sehr diverse Gruppe an Studierenden aus unterschiedlichsten akademischen Disziplinen wie Amerikanistik, Informatik, Jura, Wirtschaft oder auch Geographie hat den Weg ins Amerikahaus gefunden, um sich dem Thema Blockchain zu nähern und ein eigenes blockchainbasiertes Projekt zu entwickeln. Besonders erfreulich ist dabei der hohe Frauenanteil unter den Teilnehmer*innen.

 

Mehr über den Nutzen der Blockchain-Technologie erfahren

Wie kann die Blockchain-Technologie zur Lösung gesellschaftlicher, politischer oder ökonomischer Herausforderungen genutzt werden? Dies war die zentrale Frage, mit der sich die Studierenden beschäftigten. Dabei ging es in erster Linie um Anwendungen, die jenseits von Kryptowährungen und FinTech liegen.

Renommierte Experten wie Florian Vatter von CapGemini, Michael Reuter von Datarella, Marlon Kästner von SAP sowie Johannes Sedlmeir vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT) lieferten wertvollen Input und stellten spannende Anwendungsbeispiele für Blockchains vor, etwa im Bereich des Identitätsmanagements oder bei der Sicherung von Supply Chains. 

 

Anschließend wurden gemeinsam mit den Studierenden mögliche Use Cases in unterschiedlichen sozialen, politischen oder auch sicherheitsrelevanten Kontexten diskutiert. So wurde unter anderem der Frage nachgegangen, inwiefern die Blockchain zu Grunde liegende Digital Ledger Technology geeignet ist, um demokratische Prozesse zu stabilisieren oder effizienter zu gestalten. Außerdem setzten sich die Teilnehmer*innen damit auseinander, ob Transparenz in der Supply Chain ein wichtiger Faktor in der militärnahen Industrie sei. Zudem gaben die Experten zu bedenken, dass trotz aller positiven Anwendungsmöglichkeiten Blockchain auch als Tool zur Überwachung der Bürger*innen in Nationalstaaten oder der Mitarbeiter*innen in Unternehmen dienen kann. 

 

Das eigene Blockchain-Projekt entwickeln

Die Studierenden bildeten anschließend fünf Gruppen, die jeweils an einer eigenen möglichen Blockchain-Anwendung zur Verbesserung oder Lösung einer sozialen, politischen, ökonomischen oder auch sicherheitsrelevanten Problemstellung arbeiteten. Zielsetzung war es, ein Feld in den genannten Kontexten zu präsentieren, das mit Blockchain produktiv bearbeitet werden kann. Auf das Team mit dem spannendsten Projekt wartete als Gewinn ein Zuschuss für eine Reise ins Silicon Valley

 

Tags darauf am Samstag, den 23. November 2019, wurde in den TechCamp-Teams intensiv an den jeweiligen Projekten gearbeitet. Über mehrere Stunden wurde gemeinsam gebrainstormed, recherchiert, geforscht, diskutiert und entwickelt. Dabei gelang es, die unterschiedlichen akademischen Disziplinen, in denen die diversen Studierenden zu Hause sind, in Konversation und Kooperation zu bringen. Jede*r Teilnehmende konnte so seine bzw. ihre individuellen Stärken und Kompetenzen zielgerichtet ins Projekt einbringen. 

 

Project Pitch und Preisverleihung am 10. Dezember 2019

Am Dienstag, den 10. Dezember 2019, war es endlich soweit: die Studierenden-Gruppen präsentierten ihre individuellen Projekte einer hochrangig besetzten Jury. Vor den Augen von der Geschäftsführerin des Amerikahauses Dr. Meike Zwingenberger, dem Gründungspräsidenten und Professor für Informatik an der TUM München Dr. Manfred Broy, dem Präsidenten der acatech Prof. Dr. Dieter Spath, dem US-Konsul für Öffentliche Angelegenheiten Stephen Ibelli und dem Gründer und CEO von Datarella Michael Reuter, stellten die Teams in jeweils ca. 10 Minuten ihre Ideen vor. 

 

Die Themenwahl, in der die Studierenden Potential für die Blockchaintechnologie verorteten, ebenso wie die analytische Tiefe der Projekte war beeindruckend. So widmeten sich die Gruppen so diversen Themen wie dem Anti-Doping-System, der Korruptionsbekämpfung, Transparenz und Effizienz in der Vergabe von öffentlichen Projekten, der effizienteren Legitimation beim Verkauf von Waffen an Privatpersonen, und Transparenz bei der Entsorgung von Müll in der Abfallwirtschaft.

 

Das letztgenannte Projekt, mit dem passenden Titel „Waste Chain“ überzeugte die Jury mit einer gelungenen Präsentation, die das Potential von Blockchain detailliert abbildete.

Wir gratulieren dem Siegerteam
, den Studierenden von der TUM: Junge Akademie, und wünschen viel Spaß und interessante Gespräche während ihrer Reise ins Silicon Valley.

 

Dank an unsere Partner

 Ein herzlicher Dank gilt auch unseren Kooperationspartnern, der acatech – Deutsche Akademie für Technikwissenschaften sowie dem US-Generalkonsulat München, ohne die das Blockchain TechCamp in dieser Form nicht umsetzbar gewesen wäre.


(Foto: Michael Reuter von Datarella bei seinem Vortrag beim Blockchain TechCamp ©Amerikahaus München)