Aktuelle Hinweise für Besucher*innen

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Aktuell ist der Besuch unserer Ausstellungen und Veranstaltungen ohne Zugangskontrolle möglich. Das Tragen einer Maske (medizinisch oder FFP2) im Amerikahaus ist nicht verpflichtend, wird aber weiterhin empfohlen.
Für die einzelnen Abteilungen beachten Sie bitte unsere aktuellen Hinweise zu unseren Corona-Schutzmaßnahmen und informieren Sie sich vor einem Besuch über die aktuell geltende Verordnung.

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Amerikahaus Fassade © Daniel Schvarcz

Fassadeninstallation in Erinnerung an David Berger

Donnerstag, 13. Januar bis Dienstag, 15. Februar 2022, täglich ab 16 Uhr.

Das Attentat auf das israelische Team der Olympischen Spiele 1972 in München jährt sich 2022 zum 50. Mal. Gemeinsam mit zahlreichen anderen Münchner Institutionen bemüht sich das Amerikahaus München um ein würdevolles und nachhaltiges Gedenken an die zwölf Opfer dieser terroristischen Anschläge. Über das gesamte Jahr 2022 hinweg erinnern unterschiedliche Interventionen und Veranstaltungen an die zwölf Menschen, die 1972 ermordet wurden, wobei jeder Monat einem Opfer, seinem Leben und seinem Schicksal gewidmet ist.

Das Amerikahaus erinnert im Besonderen an David Berger, einen Gewichtheber des israelischen Olympiateams. Geboren in den USA wuchs Berger in Cleveland, Ohio in einer liebevollen Familie auf. Er war das älteste von drei Geschwistern. Trotz seines sportlichen Engagements und Erfolgs war ihm seine akademische Ausbildung wichtig. So studierte er Psychologie und Betriebswirtschaftslehre und promovierte später an der Columbia University in New York im Fach Jura.

1970 immigrierte er nach Israel, vermutlich um bessere Chancen auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen zu haben. Tatsächlich schaffte er es in das israelische Olympiateam und qualifizierte sich für die Olympischen Spiele in München. Am 6. September 1972 starb David Berger als letztes der zwölf Opfer in einem brennenden Helikopter in Fürstenfeldbruck.

Das Projekt zur Erinnerung an David Berger besteht aus zwei Teilen, die aufeinander bezogen sind, aber auch für sich alleine stehen können. An der Fassade des Amerikahauses werden jeweils ab 16 Uhr Bilder aus dem Leben David Bergers gezeigt. Dazu ist eine Audioaufnahme über einen QR-Code abrufbar. Sie gibt einen inneren Monolog entlang der Spuren der Erinnerung wieder als Versuch der Annäherung an den Menschen David Berger. Was bleibt?

Foto: Amerikahaus Fassade © Daniel Schvarcz

Diese Tonspur gibt uns Einblick in David Bergers Leben, lässt seine Familie zu Wort kommen und regt an über die demokratischen Werte von Frieden und Bildung nachzudenken, für die er stand.

Konzept, Text und Audiorealisation: Horst Konietzny
Visualisierung: Saba Bussmann
Musik: Ardhi Engl
Stimme: Christian Reiner
Sprecherin: Julia Cortis
Sprecher: Simao Pedro Ramos

Horst Konietzny ist Regisseur, Autor, Dozent und Kurator mit einem Schwerpunkt auf interdisziplinären Projekten. Seit Juni 2012 leitet er den modularen und mobilen SIGNALRAUM als interdisziplinäres Projekt für Klangkunst und Neue Medien.

50 Jahre Olympia München 1972

Stiftung Bayerisches Amerikahaus gGmbH, Jüdisches Museum München, NS-Dokumentationszentrum München

Amerikahaus

Karolinenplatz 3, 80333, München

Nina Müller (in Elternzeit)

Mitarbeiterin Programme Kultur und Politik

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mueller@amerikahaus.de
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Dominik Raabe

Leiter Programme Kultur und Politik

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