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Die Diskussion wird via YouTube-Livestream angeboten.

Im Anschluss haben Sie die Gelegenheit, online Fragen an die Diskussionsteilnehmer*innen zu stellen.

Föderalismus und Corona-Krisenmanagement im transatlantischen Vergleich

Diskussion / YouTube Livestream

Diese Veranstaltung findet online statt und wird via YouTube-Livestream übertragen.

 

 

Der Föderalismus ist in der Corona-Krise auf beiden Seiten des Atlantiks schon viel gelobt und viel gescholten worden. Gilt er einigen Beobachter*innen als Garant für sicheres Krisenmanagement und Effizienz, sehen andere ihn als Hindernis für national einheitliche Regelungen (und somit als Quell von Verwirrung) und als Instrument für parteipolitische Interessen. Es wird nicht nur um die angemessene Handhabung der Pandemie, sondern auch um die Verteilung von Befugnissen insbesondere in Krisenzeiten gestritten.

 

Die föderalen Strukturen in westlichen Demokratien sind Thema politischer (und wissenschaftlicher) Debatten in Bayern, in Deutschland, in Europa und in den USA. So erinnerte beispielsweise der Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, US-Präsident Trump an den 10. Zusatzartikel der amerikanischen Verfassung und somit an die Machtverteilung im föderalen System. In Deutschland wurde ebenfalls um Zuständigkeiten im Zuge der Umsetzung des nationalen Infektionsschutzgesetzes in den verschiedenen Bundesländern diskutiert und gerungen.

 

Und im europäischen Vergleich stellt sich beispielsweise die Frage, welche Befugnisse der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte in Zeiten des Notstandes hat, über die Angela Merkel nicht verfügt? Allgemein gilt zu fragen, ob Länder mit föderalistischen Strukturen besser durch die Corona-Krise (und andere Krisen) kommen als zentralistisch organisierte Staaten oder ob in den langwierigeren Abstimmungsprozessen wichtige Zeit verloren geht.

 

Über diese und viele weitere Fragen diskutieren:

 

Prof. Dr. Ursula Münch, Akademie für Politische Bildung, Tutzing

Prof. Dr. Ursula Münch ist seit 2011 Direktorin der Akademie für Politische Bildung in Tutzing und seit 1999 Professorin für Innenpolitik und Vergleichende Regierungslehre am Institut für Politikwissenschaften der Universität der Bundeswehr München. Sie ist Autorin zahlreicher Publikationen zum Thema Föderalismus. Eines ihrer aktuellen Projekte beschäftigt sich mit digitalen Transformationsstrategien der deutschen Länder. 

 

PD Dr. Lutz Klinkhammer, Deutsches Historisches Institut, Rom

PD Dr. Lutz Klinkhammer ist seit 2017 stellvertretender Direktor am Deutschen Historischen Institut in Rom. Er ist Autor des Standardwerks Zwischen Bündnis und Besatzung. Das nationalsozialistische Deutschland und die Republik von Salò, 1943 - 1945. In seinen aktuellen Forschungsprojekten beschäftigt er sich unter anderem mit dem Elitenwandel in Italien im 20. und 21. Jahrhundert und den deutsch-italienischen Beziehungen seit 1945.

 

Prof. Dr. Boris Vormann, Bard College, Berlin

Prof. Dr. Boris Vormann ist seit 2017 Professor für Politikwissenschaften am Bard College in Berlin, zuvor war er am J-F.-Kennedy Institut der Freien Universität Berlin tätig. Er ist Mitherausgeber des Handbuch Politik USA; jüngst publizierte er zusammen mit Christian Lammert das Buch Democracy in Crisis: The Neoliberal Roots of Popular Unrest. Sein aktuelles Forschungsprojekt untersucht die Rolle des amerikanischen Staates bei der Schaffung globaler Transportinfrastrukturen.

 

Moderation:

Prof. Dr. Heike Paul, FAU Erlangen-Nürnberg & BAA

Prof. Dr. Heike Paul ist Direktorin der Bayerischen Amerika-Akademie und seit 2004 Lehrstuhlinhaberin für Amerikanistik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Sie ist Autorin von The Myths That Made America und Mitherausgeberin des Bandes The Comeback of Populism: Transatlantic Perspectives. Aktuell arbeitet sie an einem Buch zum amerikanischen Staatsbürgersentimentalismus.

 

Hinweis:

Im Anschluss an den Vortrag haben Sie die Gelegenheit, direkt online eine Frage zu stellen. Gerne können Sie uns diese auch schon vorab per E-Mail an info@amerika-akademie.de schicken - im Betreff bitte "Frage Föderalismus-Diskussion" angeben.

 

 

Kontakt:  Dr. Margaretha Schweiger-Wilhelm

 

(Foto: © Onlineprinters / unsplash.com)

 

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