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Präsentiert wird Walt Whitmans Novelle "The Life and Adventures of Jack Engle", die erst 2017 wiederentdeckt wurde.

Eintritt frei, Anmeldung erbeten.

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"Das abenteuerliche Leben des Jack Engle" von Walt Whitman

Eintritt frei / Anmeldung per E-Mail unter reservierung@amerikahaus.de erbeten

 

Der Straßenjunge Jack Engle ist auf der Suche nach seiner Herkunft – und findet New York City. Jacks abenteuerliche Lebensgeschichte präsentierte Walt Whitman im Jahre 1852 anonym der Öffentlichkeit, verpackt als autobiographischer Zeitungsroman. Im Anschluss musste das Werk 164 Jahre in einem Archiv auf seine Wiederentdeckung warten. The Life and Adventures of Jack Engle ist daher eine kleine literarische Sensation, zeigt es doch, dass der große amerikanische Dichter ein weit talentierterer Prosaist war als seine frühen Werke bis dato erahnen ließen.

 

Sprachlich beheimatet zwischen Charles Dickens und dem ruppigen Slang New York Citys, erzählt die Novelle vom Kampf zweier Waisenkinder gegen einen skrupellosen Rechtsanwalt, der sie um ihr Erbe bringen will. Mehr als einmal gönnt sich Whitman dabei die Muße inmitten der „Twists“ und „Turns“ seiner munteren Erzählung über Leben, Glück und Tod zu philosophieren – und offenbart erste Keimzellen seiner Leaves of Grass, die nur drei kurze Jahre nach Jack Engle erschienen.


Die deutsche Erstübertragung mit dem Titel Das abenteuerliche Leben des Jack Engle wird von ihrem Übersetzer vorgestellt und historisch eingebettet – verbergen sich doch hinter vermeintlich Fiktivem in Whitmans Werk oft echte Personen und Begebenheiten aus dem New York der 1840er Jahre.


Stefan Schöberlein, in Bochum aufgewachsen, ist Doktorand an der University of Iowa. Er ist Mitarbeiter des Walt Whitman Archive und geschäftsführender Redakteur der wissenschaftlichen Zeitschrift Walt Whitman Quarterly Review, in der Jack Engle im Frühjahr 2017 erstmals wieder veröffentlicht wurde.

 

Moderation: Dr. Sascha Pöhlmann, Amerika-Institut LMU München


Veranstalter: Stiftung Bayerisches Amerikahaus

 

(Bild: ©Library of Congress)