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Taktilität und Gemeinschaft - Literatur und Politik der Berührung

 

Vom 25. - 27. September 2017 findet im Amerikahaus im Rahmen des Programms "LMU - UCB Research in the Humanities" und des DFG-Netzwerks "Berührungen - literarische, mediale und politische Figurationen" eine Tagung statt. Die Internationale Tagung Taktilität und Gemeinschaft - Literatur und Politik der Berührung wird desweiteren gefördert durch die Bayerische Amerika-Akademie, das Amerikahaus und die Münchener Universitätsgesellschaft.

 

Über die Tagung

Während für die Vorstellung von Gemeinschaft in der Moderne häufig Metaphern ‚warmer‘ Berührung und körperlicher Intimität bemüht werden, soll sich Gesellschaft durch Distanz, Taktgefühl und Berührungsangst auszeichnen. Die Tagung geht solchen Vorstellungen und Metaphern in historischer Perspektive nach und befasst sich mit der Funktion, die körperlichen und affektiven Aspekten der Berührung und der Berührungsvermeidung in der Repräsentation politischer und sozialer Machtordnungen zukommt. Literatur und andere Kunstformen stellen dabei nicht nur Modelle und Metaphern des Berührens zur Beschreibung von Gemeinschaft bereit und loten Imaginationen, Wünsche und Ängste aus, die mit Taktilität und Berührung verbunden sind. Vielmehr bringen sie auf produktions-, wirkungs- und rezeptionsästhetischer Ebene auch eigene Spürbarkeiten, Kontaktzonen und Affektpolitiken hervor.


Die Tagung widmet sich literarischen, theatralen, filmischen und historiografischen Verkörperungsformen von Gemeinschaft und fragt danach, inwiefern künstlerische Medien selbst Relationen von Nähe und Distanz organisieren, verändern oder gar durchbrechen.

 

Weitere Informationen

Konferenzflyer "Taktilität und Gemeinschaft - Literatur und Politik der Berührung" (2,3MB)