Amerika Haus

Telefon:
(089) 55 25 37-0
Telefax:
(089) 55 25 37-37

info@amerika
haus.de

Öffnungszeiten
Amerika Haus:
Mo.-Fr.: 12-17 Uhr
Mi.: 12-20 Uhr

Das Amerika Haus München von 1945 bis 1998

Im Oktober 1945 wurde von der amerikanischen Militärbehörde in der Medizinischen Lesehalle am Beethovenplatz in München ein "American Reading Room" eingerichtet, die erste Institution dieser Art in der Welt. Die zunächst nur beschränkt zugängliche Bibliothek wurde im Januar 1946 für die Allgemeinheit geöffnet. Eine Buchspende mit deutscher Exilliteratur ergänzte die rund 500 amerikanischen Bücher und 20 Zeitschriften.

Die stetig wachsende Bibliothek musste noch zweimal umziehen, bis sie im Juli 1948 in den ehemaligen "Führerbau" in die Arcisstrasse zog, in dem heute die Musikhochschule unterge-bracht ist. Die Münchner nannten das amerikanische Informationszentrum sehr bald “Amerika Haus”, ein Name, den die Amerikaner übernahmen. Das Angebot umfasste inzwischen eine Bibliothek mit 36.000 Bänden, einen Zeitschriftenlesesaal, eine Kinderbücherei, eine Schallplatten- und eine Filmabteilung. Dazu kamen ein Konzertsaal, mehrere Vortrags- und Unterrichtsräume sowie großzügige Ausstellungsflächen.

Am 13. Mai 1957 wurde auf dem Gelände des zerstörten Lotzbeck-Palais am Karolinenplatz das vom Architekten Karl Fischer entworfene und vom Bayerischen Landbauamt errichtete neue Gebäude des Amerika Hauses eröffnet. Der Freistaat Bayern hatte den Grund zur Verfügung gestellt und übernahm den größten Teil der Baukosten. Das Haus ist nach wie vor bayerisches Eigentum.

Die ursprüngliche Aufgabe der Amerika Häuser in Deutschland war es, die Demokratisierung der Deutschen anhand des Vorbilds Amerika voran zu bringen. Es wurde keine Propaganda betrieben, sondern die ganze Vielfalt der amerikanischen Kultur, Politik und Gesellschaft durchaus auch kritisch dargestellt. Das Amerika Haus entwickelte sich schnell zu einer der wichtigsten Institutionen des Münchner Kulturlebens und zog monatlich durchschnittlich 80.000 Menschen an. Bücherbusse und Filmmobile erreichten auch die Gemeinden im Münchner Umland. Finanziert wurden diese Aktivitäten zunächst von der amerikanischen Militärregierung, später dann von der United States Information Agency (USIA).

Im Verlaufe des beginnenden Kalten Krieges wandelte sich der Auftrag hin zur Festigung der transatlantischen Beziehungen. Neben der deutschen Begeisterung für das Amerika John F. Kennedys oder der Mondlandung stellten Krisensituationen wie der Vietnamkrieg und die Konflikte und Widersprüche in der amerikanischen Gesellschaft besondere Herausforderungen an die Arbeit des Amerika Hauses. In dieser Zeit wurde es auch zum Ziel zahlreicher Proteste. Diese Auseinandersetzungen konnte jedoch nichts an dessen überragender kultureller Bedeutung, gerade auch bei der kritischen Jugend, ändern.

Im Rahmen von Sparmaßnahmen der US-Regierung wurden die Arbeit der USIA im Amerika Haus im Juni 1997 eingestellt, ein Teil davon im US Generalkonsulat fortgeführt. Die öffentliche Bibliothek, die Beratungsstelle für den Jugendaustausch und das Veranstaltungsprogramm standen vor dem Ende. Doch wie wichtig das Amerika Haus für die Landeshauptstadt und ganz Bayern geworden war, zeigte sich darin, dass die Initiative, das Haus als bayerische Institution weiter zu führen, breite Unterstützung in Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit fand.

Die Freunde des Amerika Hauses e.V., aus dem später der heutige Amerika Haus Verein e.V. hervorging, führten die Arbeit zunächst in eingeschränktem Umfang weiter, bis im Januar 1998 mit der Gründung des Bayerisch-Amerikanischen Zentrums im Amerika Haus München e.V. ein neues Kapitel in der Geschichte des Amerika Hauses begann.

































Geschichte

Vereine im Haus

Bayerische
Amerika-Akademie

Amerika-Institut

Facility Management

Business USA & Kanada